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Die DDR-Variante der »Unfähigkeit zu trauern«

von Holger Zaborowski vom 08.09.2000
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Angelika Walser
Schuld und Schuldbewältigung in der Wendeliteratur
Grünewald. 286 Seiten. 48,? DM

Die öffentliche Auseinandersetzung mit der DDR und ihrer Geschichte steht noch in den Anfängen. Zeigt sich noch einmal eine »Unfähigkeit zu trauern«, oder wird die Herausforderung, Vergangenheit zu erinnern und zu bewältigen, angenommen? Spielt dabei Erfahrung von Schuld eine Rolle? Diesen Fragen geht die Theologin und Germanistin Angelika Walser in ihrer Dissertation nach. Ihr Blick richtet sich auf exemplarische Formen der Auseinandersetzung mit der DDR: auf literarische Zeugnisse, die die Geschichte und den Untergang des real existierenden deutschen Sozialismus beschreiben. Sechs Schlüsselwerke der Wendeliteratur, etwa von Monika Maron, Ernst Loest und Wolfgang Hilbig, stehen im Zentrum ihrer umsichtigen Interpretationen. Walser versteht ihre Arbeit zum einen als Beitrag zur Bewältigung der DDR-Vergangenheit. Viel grundsätzlicher aber unternimmt sie einen Dialogversuch zwischen Theologie und Literatur. Welchen Beitrag leistet nämlich die christliche Rede von Schuld, Sünde und Erlösung, die literarische Artikulation von Schulderfahrung verständlich zu machen - und umgekehrt? Leistet die Theologie überdies einen Beitrag zur Erinnerung und Bewältigung der Vergangenheit eines Staates, für den der Atheismus Staatsreligion war? Walser argumentiert, dass die Stärke der Literatur im Vergleich zur Theologie die Darstellung von Schuld sei. Umgekehrt zeige sich mit Blick auf die Schuldbewältigung - sei sie nun fiktiv oder real-politisch - die Kraft der christlichen Gottesrede. Die Botschaft des Christentums bleibt brisant.

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