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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2015
Unter die Haut
Sechs Monate mit syrischen Flüchtlingen unter einem Dach
Der Inhalt:

Stein des Anstoßes

vom 28.08.2015
Mühlstein soll auf sexuellen Missbrauch an Kindern aufmerksam machen

Die Wanderausstellung Mahnender Mühlstein, die auf Gewalt und sexuellen Missbrauch an Kindern und Jugendlichen aufmerksam machen will, löst heftige Kontroversen aus. Auf dem Mühlstein, der in Deutschland auf belebten Plätzen aufgestellt wird, ist zu lesen: »Wer einem von diesen Kleinen, die an mich glauben, Ärgernis gibt, dem wäre es besser, wenn ihm ein Mühlstein an den Hals gehängt und er in die Tiefe des Meeres versenkt würde.« Dieses Jesuswort aus dem Matthäusevangelium rufe zur Selbstjustiz auf und befürworte die Todesstrafe, so lautet die Kritik. »Der Mühlstein soll auf keinen Fall ein Appell für die Todesstrafe sein«, entgegnet Johannes Heibel von der Initiative gegen Gewalt und sexuellen Missbrauch an Minderjährigen. Vielmehr gehe es darum, dem Thema Gehör zu verschaffen, dafür sei auch Provokation ein angebrachtes Mittel. Diese funktioniere vor allem über das Bibelzitat, das nach Heibels Erfahrung für die Passanten ebenso viel Gewicht habe wie der 1,4 Tonnen schwere Mühlstein.

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