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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2015
Unter die Haut
Sechs Monate mit syrischen Flüchtlingen unter einem Dach
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 28.08.2015

Stella Matutina, Ordensfrau in Panalipdan im Süden der Philippinen, erhält den Weimarer Menschenrechts preis. Der Grund: Die 47-jährige Benediktinerin prangert die massiven Menschenrechtsverletzungen beim Goldabbau internationaler Minenkonzerne auf der Insel Mindanao an. Vorgeschlagen wurde die Philippinin vom katholischen Hilfswerk Missio.

Khaled al-Asaad, lang-jähriger Chef-Archäologe in der syrischen Oasenstadt Palmyra, wurde von Schergen des Islamischen Staates (IS) enthauptet und in den Ruinen von Palmyra aufgehängt. Zahlreiche Zuschauer verfolgten die Ermordung des international angesehenen Wissenschaftlers. Al-Asaad hatte die Antikensammlungen in Palmyra fünfzig Jahre lang geleitet. Der IS begründete den Mord damit, der Archäologe habe »durch die Betreuung der antiken Stätten Götzendienst geleistet«.

Cornelia Koppetsch, Soziologieprofessorin an der TU-Darmstadt, beklagt einen »Überbietungswettbewerb« bei der Förderung von Kindern. »Die Schere zwischen Reich und Arm wird weiter aufgehen.« Deshalb wollten Eltern die Zukunft ihrer Kinder mit Privatschulen, Elitekindergärten und Auslandsaufenthalten sichern. Dadurch würden Abschlüsse entwertet, »alles rutscht eine Stufe tiefer«.

Rupert Neudeck, Menschenrechtler und Publizist, ärgert sich über afrikanische Politiker: »Afrikanische Regierungen haben Verantwortung dafür, dass die Jugend ihrer Länder davonrennt.« Der Cap Anamur-Gründer wünscht, dass mindestens einer der Präsidenten aus den Herkunftsstaaten der Flüchtlinge einmal nach Lampedusa kommt, um Trauer über den Tod so vieler junger afrikanischer Bürger auszudrücken: »Bisher ist diese Erwartung fehlgeschlagen.«

Claus Fussek, Pflegeexperte, kritisiert, die Pflegereform von Gesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) bringe nur »kosmetische V

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