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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2014
Frieden schaffen – mit Gewalt?
Der Inhalt:

»Saubere« Handys demnächst bei Apple?

vom 29.08.2014

Der Softwarehersteller Apple hat laut Angaben des katholischen Hilfswerks missio angekündigt, zukünftig stärker auf die Herkunft der Mineralien zu achten, die er nutzt. Das Erz Coltan, das zur Herstellung von Handys unverzichtbar ist, bezieht das Unternehmen zu großen Teilen aus dem Kongo. Die umkämpften Bodenschätze in der Demokratischen Republik Kongo sind Anlass für den bereits seit Jahren andauernden Konflikt, weshalb NGOs von »blutigen Handys« sprechen. Missio hat gemeinsam mit Partnern vor zwei Jahren die Aktion »Saubere Handys« gestartet. Hierbei appellieren sie an Mobilfunkunternehmen, keine Mineralien aus Bürgerkriegsregionen zu verwenden. Mobilfunkhersteller hatte das bisher wenig gekümmert. Die Ankündigung von Apple, in Zukunft »vermehrt konfliktfreie Mineralien« verwenden zu wollen, begrüßt missio. Das Vorhaben von Apple stuft das Hilfswerk dabei als »halb-freiwillig« ein. Grund für die Ankündigung sei wohl der sogenannte Dodd-Frank-Act, ein in den USA verabschiedetes Gesetz. Das verpflichtet Unternehmen dazu, ihre Rohstoff-Lieferkette offenzulegen und zu erklären, ob in ihren Produkten Konfliktmineralien aus dem Kongo enthalten sind. Zum 31. Mai 2014 müssen Unternehmen erstmalig Bericht erstatten. Es bleibt abzuwarten, wie Apple dann abschneidet und ob auf Worte auch Taten folgen.

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