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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2014
Frieden schaffen – mit Gewalt?
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 29.08.2014

Drohnen als Sensenmann

Zu: »Der ferngesteuerte Krieg« (14/14, Seite 13-15)

Danke, danke, für den so mutigen Artikel. Man begreift offenbar nicht, was da an Scheußlichkeiten und großer Gefahr für unsere Menschheit auf dem Spiel steht. Nun werde ich mich mal bei www.drohnen-kampagne.de einklicken und mit [email protected] Kontakt aufnehmen. Da muss doch zur Rettung der gesamten Menschheit etwas zu tun sein! Obwohl ich langsam die Hoffnung verliere, dass gegen diese massiven Lobbykräfte aus Rüstungsindustrie, USA-Militärkreisen, EU-Politikern und nun sogar Gewerkschaften noch etwas auszurichten ist …

Die Drohnen sind von der Wortanalyse her lediglich die Brummer, die Dröhner. Bezeichnender ist dann schon der von den Amerikanern gegebene Name für diese Kampfdrohnen, nämlich »Reeper«, zu Deutsch »Sensenmann«. Der Sensenmann, das war die Metapher im Mittelalter für die Pest, für den »schwarzen Tod«, der heim tückisch und aus dem Hinterhalt einen gesunden Menschen anfiel und ihn in kurzer Zeit zum Tode dahinraffte. Der Sensenmann ist also ein aus dem Dunkel der Nacht heimtückisch meuchelnder Mordbube, ein Meuchelmörder. Die Kampfdrohne ist die Pest unserer Zeit. Die Antwort auf Meuchelmord ist zwangsläufig Meuchelmord. Und da man den eigent lichen Gegner nicht kennt, muss nun die gesamte gegnerische Nation, Religion, Kulturgruppe als Vergeltungsobjekt herhalten. Gerhard Loettel, Magdeburg

Ich möchte auf öffentliche Ausdrucksformen des Protestes gegen Drohnen hinweisen, zum Beispiel auf die Mahnwache, die in Frankfurt am Main wieder von dem Aktionsbündnis Menschen gegen Drohnen organisiert wird. Sie findet anlässlich der diesjährigen Luftfahrt-Ausstellung »airtec« am Montag, den 27. Oktober ab 16 Uhr an der Hauptwache unter dem Motto »Drachen statt Drohnen« statt. Wie seit Jahren schon wird sie wieder stark von Pax-Christi-Aktivisten mitgetragen. Mit ganz großer Beunruhigung versuche ich mich intensiv in dieses so bedrängende, unerquickliche Thema einzuarbeiten, weil ich befürchte, dass es nur so noch gelingen kann, Menschen zu gewinnen, die den Widerstand gegen diese Verschleuderung von Friedens chancen und gegen die vielen Ungerechtigk

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