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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 16/2014
Frieden schaffen – mit Gewalt?
Der Inhalt:

Das inszenierte Tabu

von Eva Bucher vom 29.08.2014
Was ist Antisemitismus? Er ist leicht zu erkennen

»Das wird man doch mal sagen dürfen …« Mit dieser Floskel beginnen viele Kommentare zum Konflikt zwischen der Hamas und Israel. Damit inszeniert sich der Sprecher als »mutiger Tabubrecher«. Zu Recht?

Es gibt Meinungen, die wirklich tabu sind. Es ist beispielsweise zum Glück ein Tabu zu behaupten, dass Pädophilie in Ordnung sei. Und es gibt andererseits Meinungen, die schon lange kein Tabu mehr sind: Israel zu kritisieren und sich mit den Palästinensern zu identifizieren, ist linker Mainstream, aber kein Tabu.

Das Problem beginnt erst bei der Inszenierung als Tabubruch: Denn diese Inszenierung ist Ressentiment. Warum Israel nicht einfach ohne diese Floskel kritisieren? Das machen die Israelis selbst ja auch.

Oft hört man in Deutschland auch die Beschwerde: »Kritik an Israel gilt hier immer gl

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