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»Übrigens, hier vermuten wir einen Tumor ...«

von Alexander Schweda vom 25.08.2000
Vom Umgang mit der Wahrheit bei todkranken Patienten
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Ahnungslos lag Irmhild Schneider noch auf dem Untersuchungstisch, als eine Ärztin ihrer Kollegin das Ultraschallbild erklärte: »Ach ja, hier vermutet der Chefarzt einen Tumor, und deshalb kommt die Patientin ins Klinikum rechts der Isar.« Dass die Patientin, um die es ging, direkt hinter ihnen lag, daran dachten die beiden Medizinerinnen nicht. Lieblose Routine im Betrieb des Krankenhausalltags.

Einen Tag zuvor hatten sich Irmhild Schneiders Augen über Nacht gelb gefärbt. Sie und ihr Mann Eberhard standen gerade im Begriff, in Urlaub zu fahren. Sofort brachte Eberhard sie ins Krankenhaus, wo der Arzt feststellte, dass die Galle gestaut war. Zuerst vermuteten die Mediziner Hepatitis. Doch der Chefarzt fasste ziemlich schnell den Verdacht, dass es sich um einen Tumor in der Galle handelte. Der Arzt erklärte Irmhild zunächst, dass e