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Die Kirche hat kein Geld, kriegt aber immer mehr

Jahr für Jahr steigen in beiden Konfessionen die Einnahmen. Die Sparhaushalte entpuppen sich als Machtinstrumente der Leitenden
von Wilfried Niggeloh vom 25.08.2000 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Seit Jahren lese ich Verlautbarungen der Kirchen über ihre finanzielle Situation. Und jedes Mal reibe ich mir ungläubig die Augen. Wenn die Kirchen sich zu irgendeinem Thema äußern - der Anlass spielt fast keine Rolle ?, teilen sie gleichzeitig mit, dass sie sparen und Stellen abbauen müssen, weil die Kirchensteuereinnahmen im nächsten Jahr geringer ausfallen würden als im laufenden Jahr. Und regelmäßig gibt es dann in den ersten Monaten des nächsten Jahres eine kurze Pressemitteilung, dass die Kirchensteuereinnahmen »wider Erwarten« höher als erwartet ausgefallen seien, in beiden Konfessionen. Und es wird sofort hinzugefügt: »Und wir müssen weiter sparen.« In letzter Zeit wird das dann immer öfter mit am Horizont drohenden Einnahmeverlusten durch die rot-grüne Steuerreform begründet, obwohl aus Regierungskreisen allenthalben Entgegenkommen signalisiert wird.

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