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Meine Geschichte: Mai Duong Kieu
»Man kann mich biegen, aber brechen kann man mich nicht«

Als Kind dolmetschte sie für ihre Eltern, erlebte Rassismus und lernte früh, sich zu behaupten. Schauspielerin Mai Duong Kieu (39) erzählt, wie Migration, Kung-Fu und Erfahrungen mit Rassismus sie geprägt haben.
von Annette Lübbers vom 11.08.2026
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Stark durch Kung-Fu: Mai Duong Kieu über Rassismuserfahrungen und Selbstbehauptung. (Foto: Rene Schroeder)
Stark durch Kung-Fu: Mai Duong Kieu über Rassismuserfahrungen und Selbstbehauptung. (Foto: Rene Schroeder)

Meine erste Erinnerung an mein Leben in Deutschland ist eine genussvolle: Als Kind liebte ich Leberwurst, Kartoffeln und Quark. Gerade weil sich all das so sehr von den Geschmackserlebnissen meiner ersten fünf Lebensjahre in Vietnam unterschied. Wie vieles andere in Deutschland: das Wetter, das Zeitgefühl und den Anspruch, funktionieren zu müssen. Letzteres musste ich früh lernen, weil ich – wie viele Kinder mit Migrationsgeschichte – als Dolmetscherin meiner Eltern fungierte. Die Rollen meiner Eltern veränderten sich in Deutschland: Meine Mutter verlor an Sichtbarkeit, mein Vater gewann an Sichtbarkeit, weil Männer hier eine viel dominantere Rolle spielen als in Vietnam.

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