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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2021
Nach der Flut
Die verwundete Schöpfung braucht Hilfe
Der Inhalt:

Umweltschützer wettern gegen Elbvertiefung

vom 06.08.2021
(Angela Serena Gilmour / Alamy Stock Photo)
(Angela Serena Gilmour / Alamy Stock Photo)
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Umweltschützer kritisieren ein gerade unterzeichnetes Elbe-Abkommen zwischen Deutschland und Tschechien. Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) warnte vor einer Vertiefung der Elbe-Fahrrinne für Schiffe. Angesichts der jüngsten Hochwasserkatastrophe sei ein solches Abkommen unverantwortlich, erklärte der Verband. Die Überschwemmungen hätten gezeigt, Flüsse brauchten mehr Raum. Laut BUND plant Tschechien Fahrrinnentiefen von 2,30 Metern. In Deutschland werde nur eine Fahrrinne von 1,40 Meter Tiefe angestrebt. Zudem will Tschechien eine Staustufe nahe der deutschen Grenze bauen. Tschechiens Verkehrsminister Karel Havlicek habe ankündigt, die Elbe bis 2030 von Pardubice bis Hamburg schiffbar zu machen. Die Bundestagsfraktion der Grünen sprach von einer »verheerenden Entscheidung« und einer Realitätsverweigerung angesichts mangelnder Schiffbarkeit durch Dürreperioden und dringend erforderlichem Hochwasserschutz. Für Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) sei die Elbe eine Wasserstraße. Ein Sprecher Scheuers sagte, das Abkommen stehe im Einklang mit dem Gesamtkonzept Elbe, das mit den Umweltverbänden mühevoll ausgehandelt worden sei.

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