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Die Zeitschrift, die für eine bessere Welt streitet ...Ausgabe lesen

kritisch • christlich • unabhängigzur aktuellen Ausgabe

 
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2017
Was ist eine christliche Ehe?
Ein evangelisch-katholischer Disput
Der Inhalt:

Streitfragenzur Zukunft: Kann Ökolandbau die Welt ernähren?

Leserstimmen Matin Qaim meinte: Nein. Felix zu Löwenstein sagte: Ja. Nun haben die Leserinnen und Leser das Wort

Könnten die Länder des Südens ihre Felder in Eigenregie bewirtschaften, könnten sie sich selber ernähren. Wenn Großkonzerne diese Flächen aufkaufen, wird den Ländern die Chance zur Selbstversorgung genommen. Pflanzen für sogenannte Biokraftstoffe auf diesen Flächen anzubauen ist ein Unrecht im großen Stil. Andreas Jani, Oranienburg

Ich gebe Herrn zu Löwenstein recht aufgrund von 15 Jahren Eigenerfahrung. Es ist längst bekannt, dass kleine Flächen, mit denen Menschen in Symbiose leben, indem sie sie mit Achtsamkeit und weitgehend manuell bebauen, mehr Ertrag pro Hektar bringen als unsere Großackerflächen. Auch sind sie artenreich, während industrielles Agrarland ausgesprochen artenarm ist; und ihr Boden verarmt durch die Nutzung nicht, sondern wird immer besser. Ich bin überzeugt, solche »Hufen«, wie man sie früher nannte, könnten weltweit nicht nur sieben, nein zehn Milliarden Menschen ernähren. Veronika Rampold, Bad Driburg

Dem Verlag ist dafür zu danken, dass hier zwei Standpunkte gegenübergestellt wurden, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Wichtig wäre, die Unterschiede so zu schärfen, dass die Frage, wie wir eigentlich morgen leben wollen, in aller Deutlichkeit zutage tritt. Herr Qaim entwirft eine Fortschreibung der real existierenden, kosmetisch leicht geschönten Zustände. Diese haben die gegenwärtige Welternährungssituation herbeigeführt, und es ist angesichts der beherrschenden Einflussnahme von Konzernen und Großinvestoren zu erwarten, dass das Welthungerproblem nicht nur nicht gelöst, sondern ve