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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 15/2014
Papst Franziskus und seine Gegner
Der Inhalt:

Personen und Konflikte

vom 08.08.2014

Charlotte Knobloch, frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, sieht angesichts der Welle von Gewalt und antisemitischer Drohungen Juden in Deutschland massiv bedroht. Sie empfahl allen Juden, sich nicht »als Jude erkennbar zu machen«, denn die Gefahr, Ziel eines Angriffs zu werden, sei zu groß. »Was wir derzeit erleben, ist die kummervollste und bedrohlichste Zeit seit 1945«, sagte Knobloch. Der Vorsitzende des Zentralrats der Muslime in Deutschland, Aiman Mazyek, verurteilte den Brandanschlag auf die Wuppertaler Synagoge als »Krieg gegen unseren Rechtsstaat, gegen Deutschland und gegen alle Religionen«. Nach Angaben der Polizei hatten drei Männer mehrere Molotow-Cocktails in den Eingangsbereich des Gotteshauses geworfen. Ein 18-jähriger Tatverdächtiger wurde festgenommen.

Lothar König, evangelischer Stadtjugendpfarrer in Jena, muss sich im November erneut vor dem Amtsgericht Dresden verantworten. Ihm wird vorgeworfen, am 19. Februar 2011 während einer Demonstration gegen einen Neonazi-Aufmarsch zur Gewalt gegen Polizisten aufgerufen zu haben. König bestreitet die Vorwürfe. Der erste Prozess im Juli 2013 war geplatzt, nachdem neues, umfangreiches Beweismaterial aufgetaucht war.

Adolf Bauer, Präsident des Sozialverbandes Deutschland (SoVD), hält die Bilanz der Hartz-Gesetze für niederschmetternd. Er sprach von gestiegener Niedriglohnarbeit, zunehmend schlechteren Arbeitsbedingungen, geringeren Geldleistungen und fehlender beruflicher Qualifizierung. Betroffen seien vor allem die Langzeitarbeitslosen.

Heinrich Bedford-Strohm, bayerischer Landesbischof, hat sich dagegen gewandt, aus wirtschaftlichen Gründen mehr Rüstungsexporte zuzulassen. Wenn Waffen in Länder exportiert würden, »in denen Menschenrechtsverletzungen auf der Tagesordnung stehen«, könne die wirtschaftliche Bedeutung der Waffenproduktion in Deutschland »nie alle anderen Argumente wegwischen«, erklärte Bedford-Strohm. Der Bamberger Erzbischof Ludwig Schick sagte, durch eine Reduzierung der Waffenproduktion müssten keine Arbeitsplätze verl

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