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Im Beichtstuhl

Die katholischen Banken und ihre Geständnisse
von Wolfgang Kessler vom 14.08.2009
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Die beiden wichtigsten katholischen Finanzinstitute – die Pax-Bank und die LIGA Bank – kommen seit der Finanzkrise nicht mehr aus dem Beichtstuhl heraus. Erst muss die Pax-Bank ihren Kunden gestehen, dass sie ihnen Lehman-Zertifikate verkauft hat, die nach der Pleite von Lehman Brothers wertlos geworden sind. Jetzt bekennen Pax Bank und LIGA, dass sie 1,6 Millionen Euro über einen Fonds in den Rüstungsriesen BAE Systems,die Tabakkonzerne British American Tobacco und Imperial Tobacco sowie den US-Pharmakonzern Wyeth investiert haben. Geld für Waffen, Tabakwaren und Verhütungsmittel – das müssen katholische Banken erst einmal erklären. Zudem hat die Pax-Bank ihr Eigenkapital durch die Ausgabe von Genussrechten aufgestockt – offiziell, um wieder offensiv im Kreditgeschäft mitmischen zu können; inoffiziell, wie Kritiker vermuten, um mögliche Verluste aus anderen Bereichen auszugleichen.

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