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Bildungsarbeit, die befreit

von Ludwig Watzal vom 28.07.2006
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Gerald Faschingeder,
Nikola Ornig (Hg)
Globalisierung Ent-wickeln
Mandelbaum. 200 Seiten. 14 EUR

Dieser Band führt zwei hochkarätige Vorgänge auf dem Gebiet der Entwicklungspolitik in Österreich zusammen: Einerseits wird der entwicklungspolitische Reflexionsvorgang zwischen 2002 und 2004 dargestellt, andererseits die Zweite Gesamtösterreichische Entwicklungstagung vom Dezember 2003 in Graz dokumentiert. Zentraler Gegenstand der Reflexion ist die Globalisierung und deren Auswirkungen auf die Entwicklungspolitik. Der Band gliedert sich in fünf Teile: die verschiedenen Zugänge zur Globalisierung; zentrale Debatten über die Globalisierung in Bezug auf Region, Staat und Europa; Behandlung der Querschnittsthemen wie Bildung, Wohlstand und Armut; Reflexion über die Frage nach der Aufgabe der Politik sowie die Dokumentation der Tagung. Einen zentralen Aspekt dieses Prozesses in Österreich stellten die Überlegungen des brasilianischen Befreiungspädagogen Paulo Freire dar. Seine Gedanken sollten für die Politisierung der Zivilgesellschaften nutzbar gemacht werden. Auf die Gedanken Freires trifft das Wort von Theodor W. Adorno zu: »Philosophie, die einmal überholt schien, erhält sich am Leben, weil der Augenblick ihrer Verwirklichung versäumt wurde.« Der befreienden Bildungsarbeit, die Freire vertritt, wohnt ein revolutionäres Element inne. Sie wirkt gesellschaftsverändernd. Deshalb haben weder die Regierung in Brasilien noch die in Chile noch die in Nicaragua unter den revolutionären Contras seine Ideen umgesetzt. Organisierte Putsche und Militärinterventionen der USA machten ihnen den Garaus. Zur Umsetzung ist es aber nie zu spät, wie dieser Band auf beeindruckende Weise deutlich macht.

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