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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2019
Raus aus der Angst!
Kirchentag 2019. Worauf man vertrauen kann
Der Inhalt:

Streitfragen zur Zukunft Den Ländern die Hoheit in der Bildung nehmen?

vom 05.07.2019
Leserstimmen Die Beiträge von Robert Rauh und Winfried Kretschmann erhielten Zuspruch und Kritik

Entscheidend in Bildungsfragen ist die Qualität: Unsere Schüler sollen möglichst gut lesen, rechnen und schreiben lernen – in mancherlei Sprachen und auf immer höheren Levels. Das Problem: Da gibt es anspruchsvolle Bildungsländer und auf der anderen Seite Billigländer, deren Schüler weitaus weniger können als die in den Musterländern. Und manche Kultusministerien springen schnell auf fragwürdige pädagogische Moden auf, während andere – mit Erfolg – sich lieber ans Bewährte halten. Wer garantiert denn, dass eine Vereinheitlichung nicht mit einer allgemeinen Niveausenkung einhergeht? Sollen Länder wie Bayern oder Sachsen um der Bundeseinheitlichkeit willen sich mit weniger Anspruch begnügen und sich den Schlusslichtern Berlin oder Bremen annähern? Die internationale Wettbewerbsfähigkeit, die Robert Rauh fordert, wird so nicht abgesichert. Und Fehlentwicklungen wie das achtjährige Gymnasium oder die Kompetenzideologie lassen sich föderal leichter korrigieren als von einem bundeszentralen Bildungsforum oder -ministerium. Günther Hoffmann, Nürnberg

Obwohl ich dem ehemaligen Lehrer Winfried Kretschmann größtenteils zustimme, muss ich ihm in einem Aspekt widersprechen: Als pensionierter Gymnasiallehrer kann ich sein Argument, dass der zentrale, gemeinsame Abitur-Aufgabenpool die Vergleichbarkeit der Abiturleistungen erhöhen würde, nicht unwidersprochen lassen. Der Aufgabenpool hat nur eine Schein-Vergleichbarkeit produziert. Fazit ist, dass aufgrund solch unterschiedlicher Voraussetzungen eine Vergleichbarkeit der Abiturleistungen bei in ganz Deutschland einheitlich gestellten Abituraufgaben rein theoretisch ist, dass dann (un-)glückliche Gegebenheiten für die Noten der Schüler entscheidender sind, sodass es ein Irrglaube ist anzunehmen, die Leistung eines Schülers aus Rheinland-Pfalz und die eines aus Thüringen sei bei gleicher Note die gleiche. Norbert Bogerts, Welschbillig

Den Föderalismus in der Bildung abzuschaffen wäre meiner Meinung nach innovationsfeindlich. Ich habe die Schule in Baden-Württemberg besucht, in Bayern studiert und bin jetzt an einer Schule in freier Trägerschaft in Sachsen tätig. In den jeweiligen Bundesländern fand ich Bildungseinrichtungen, die sich aufgrund ihrer regionalen Be

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