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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2017
Wem gehört die Welt?
Einblicke in die Machtverhältnisse des globalen Kapitalismus
Der Inhalt:

Christus mit Geldsack und Pistole

vom 07.07.2017

Orani Joao Tempesta, Kardinal von Rio de Janeiro, kritisiert eine Bildcollage der linksliberalen englischen Tageszeitung The Guardian. Sie zeigt die mit weit ausgebreiteten Armen segnende berühmte Christus-Statue auf dem Corcovado-Berg hoch über Rio mit einem Geldsack in der einen Hand und einer Pistole in der anderen. Bebildert wird damit eine Reportage über die Unkultur der Korruption unter brasilianischen Politikern und Unternehmen. Kardinal Tempesta findet, die Darstellung beleidige alle Brasilianer, vor allem die Christen: »Christus hat uns genau das Gegenteil gelehrt.« – Allerdings stellt sich die Frage, weshalb es in Brasilien in seiner fünfhundertjährigen Tradition des halbfeudalen Katholizismus nicht gelungen ist, die Eliten zu einer korruptionsfeindlichen, moralisch-christlichen Haltung zu erziehen. Das Korruptionsproblem bleibt ein Stachel im Fleisch der Kirchen Brasiliens, deren Geistesbildung vielfach versagt hat – trotz Befreiungstheologie.

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