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Von Männern und Waffen

von Birgit Roschy vom 10.07.2015
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Film. Algerien, 1954: Im Atlasgebirge lebt einsam ein Lehrer. Sein Haus dient als Schule, in der Daru, ein Kriegsveteran aus Frankreich, einheimische Kinder unterrichtet. Zwar versucht er, die Gefechte zwischen französischer Miliz und Aufständischen zu ignorieren. Dann setzt ein Gendarm den Gefangenen Mohamed bei ihm ab. Daru muss den Bauern, der seinen Cousin getötet hat, zur nächsten Polizeistation überführen. Doch er weiß, dass auf den stillen Mann die Guillotine wartet, und will ihn gehen lassen. Mohamed aber, gejagt von seinem Clan, will sterben – und unbedingt durch die Hand der Franzosen. So beginnt eine Odyssee durch die unwegsame Berglandschaft und ein moralisches Minenfeld, in dem große Fragen nach Gesetz, Loyalität und Freundschaft aufgeworfen werden. Doch diese stimmige Neuinterpretation einer Novelle von Albert Camus kommt ohne Pathos aus. Das Drama erinnert mit seinen eleganten Cinemascope-Panoramen und seinen Männern, die (meist) mit dem Gewehr ins Bett gehen, an einen Western: einen Western über den Algerienkrieg, dessen Helden sich scheinbar ausweglos zwischen archaischer Blutrache, Soldaten und Rebellen verstricken.

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