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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 13/2014
Wie kommt Gott ins Gehirn?
Die Erkenntnisse der Wissenschaft
Der Inhalt:

Bratkartoffeln und Latein

von Nina Braun vom 11.07.2014
Der gemeinsame Unterricht von nicht behinderten und behinderten Kindern am Gymnasium ist umstritten – jedenfalls dann, wenn diese Schüler das Abitur nicht erreichen werden. Das Gymnasium in Voerde wagt das Experiment dennoch
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Die Schülerinnen Mareike und Haznie lesen abwechselnd vor: »Nun prasselt der Regen, nun schlägt er Löcher in den Sand, nun sprenkelt er den Weg …« Auf den ersten Blick stehen hier einfach nur zwei Sechstklässlerinnen im Deutschunterricht vor der Tafel. Dass Haznie und Mareike nicht einfach zwei Gymnasiastinnen sind, wird erst deutlich, als Haznie zusammen mit fünf anderen Kindern in einem Nebenraum verschwindet. Dort setzen sie sich mit der Sonderpädagogin Sandra Roth an einen Tisch. Statt wie die Klassenkameraden nebenan drei Aufgaben des Übungsblattes zu beantworten, geht es in der Kleingruppe nur um eine.

Haznie und die anderen Kinder der Kleingruppe haben eine Lernbehinderung. Dennoch gehen sie in die Klasse 6a des Gymnasiums, das in dem kleinen Ort Voerde am Niederrhein idyllisch zwischen