Personen und Konflikte
Kurt Koch, Bischof von Basel, ist neuer Präsident des Päpstlichen Rates zur Förderung der Einheit der Christen. Der 60-Jährige tritt damit die Nachfolge des deutschen Kurienkardinals Walter Kasper (77) an, der in den Ruhestand geht. Christian Weisner vom Bundesteam Wir sind Kirche stellte die Frage, »warum der nach wie vor sehr agile Kardinal Kasper nicht bis zum 80. Geburtstag im Amt bleiben konnte, wie es für Kardinäle üblich ist«. Die Kirchenvolksbewegung vermutet, dass die vorzeitige Ablösung von Kasper den eigenen theologischen Akzenten geschuldet sei, die er bei aller Loyalität zum Papst immer gesetzt habe. Weisner zeigte sich auch besorgt über die Haltung des neuen Amtsinhabers zum Opus Dei. Als Theologieprofessor sei Koch noch ein scharfer Kritiker der Organisation gewesen, neuerdings habe er aber den Opus-Dei-Gründer Josemaría Escrivá als »leuchtenden Stern für die Kirche« bezeichnet.
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