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Wie weiter mit dem Sozialwort?

Erschöpfende Antworten darauf gab eine Tagung in Berlin nicht. Wohl aber machte sie deutlich, was der Debatte im Wege steht
von Bettina Röder vom 27.06.2014
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Puuh, was für ein Tag«, rief Kardinal Reinhard Marx zum Schluss der Veranstaltung. Und damit meinte er wohl weniger das warme Wetter draußen als vielmehr die 300 Menschen hier drinnen. Sie hatten an diesem Sommertag in der Französischen Friedrichstadtkirche in Berlin-Mitte ausgeharrt. Viele waren »dienstlich« hier, einige kamen freiwillig. Es ging um die gemeinsame Sozialinitiative des Rates der Evangelischen Kirche in Deutschland und der Deutschen Bischofskonferenz. Anfang des Jahres hatten sie ein Papier zur »Gemeinsamen Verantwortung für eine gerechte Gesellschaft« vorgestellt. Darin bekennen sie sich zur sozialen Marktwirtschaft und stellen in zehn Thesen vor, was gemeinsame Verantwortung heißt. Von der Bildung bis hin zur Umwelt. Doch die Meinungen darüber, ob das Papier wirklich zu einer gerechteren Gesellschaft beiträgt, gehen weit auseinander. Der häufigste Kritikpunkt: Es enthält viele richtige Aspekte, ist aber zu unverbindlich. Eine Dialog-Plattform im Internet wurde dazu eingerichtet. Auf der Berliner Tagung nun meldete Gerhard Wegner, Direktor des Sozialwissenschaftlichen Instituts der EKD einen Erfolg, der eigentlich keiner ist: 12 000 Besucher hatten die Seite angeklickt, 55 Menschen Kommentare geschrieben. In drei Monaten ist das alles andere als viel.

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