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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 12/2014
Fulbert Steffensky: Spiritualität
Warum ich das Wort nicht mehr hören kann
Der Inhalt:

»Man kann nur schützen, was man gut kennt«

von Barbara Tambour vom 27.06.2014
Alfred Westenberger möchte Kindern die Liebe zu Schmetterlingen nahebringen

Wenn im Mai die Schwalbenschwänze schlüpfen, ist das ein besonderes Ereignis. Jedes Jahr kommen Kindergartengruppen und Schulklassen bei mir vorbei, um das mitzuerleben. Es ist schön zu sehen, wie die Kinder staunen! Die Schwalbenschwanz-Puppen überwintere ich in einem Puppenkasten hinter dem Haus. Sind sie geschlüpft, entlasse ich sie in die Freiheit. So trage ich etwas zur Stärkung der heimischen Population bei. Der Erhalt der Schmetterlinge liegt mir sehr am Herzen. Schon als Kind faszinierten mich die Tagfalter wegen ihrer Farbenpracht und Leichtigkeit. Seit meiner Jugendzeit züchte und fotografiere ich sie.

Vor allem möchte ich den Kindern und Jugendlichen die Schönheit und Vielfalt unserer heimischen Schmetterlinge zeigen. Wir können nur schützen, was wir kennen und lieben. Deshalb biete ich auch Schmetterlingswanderungen an. Die Kinder sind ja unsere Zukunft. Wer weiß, vielleicht wird aus einem Kind, das mir zugehört hat, mal ein Biologe oder ein Schmetterlingsliebhaber wie ich.

Was die Zukunft der Schmetterlinge angeht, bin ich nicht allzu pessimistisch. Klar, der Klimawandel. Arten schwinden, vor allem weil es kaum noch bunt blühende Wiesen und entsprechende Biotope gibt. Aber es gibt auch gute Nachrichten: Die Klimaerwärmung bringt uns einen neuen Schmetterling in meine Heimat, den Main-Taunus-Kreis: den Kurzschwänzigen Bläuling. Und manche Arten, die in den 1960er-Jahren durch den starken Einsatz von Pestiziden im Obstlandbau verschwanden, sind jetzt dank der Anwendung milderer Spritzmittel wieder zurückgekehrt; der Große Fuchs zum Beispiel.

Ich werde oft gefragt: »Was kann ich für Schmetterlinge tun?« Ganz einfach: Wer einen Garten hat, sollte eine blau blühende Buddleja, einen Schmetterlingsflieder pflanzen. Das ist in Wohngebieten die beste Nahrungspflanze für unsere Schmetterlinge und zieht sie an wie ein Magnet. Und lassen Sie in einer Ecke Brennnesseln wachsen. Sie sind das Futter für die Raupen des Admirals, des Tagpfauenauges und des Kleinen Fuchses.

Heute früh habe ich den Raupen des Großen Nachtpfauenauges schon frische Eschenblätter gegeben. Eine dieser Raupen hat sich schon verpuppt. Bis zum Schmetterlings-Aktionstag des Entomologischen Vereins Apollo Frankfurt am Main am 28. Juni werden sie ausgewachsen sein. Sie werden dann mit einer Vielzahl heimischer Schmetterlinge auf unserem

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