Jesus – ein Avatar?
Es gibt im religiösen Dialog ein beliebtes, aber im Grunde sehr unfruchtbares Pingpong-Spiel, das einem strengen Entweder-oder-Schema folgt: Hier eine zeitlose und transpersonale Mystik, wie sie etwa von Willigis Jäger vertreten wird (Publik-Forum 9/2011), und dort eine Theologie, in deren Mittelpunkt die einzigartige Person und Heilstat Christi steht (Bernd Kollmann in Publik-Forum 9/2011). Glücklicherweise gibt es aber auch Vermittlungsangebote, etwa von hinduistischer Seite. Hier finde ich die Gestalt des bengalischen Heiligen Sri Ramakrishna (1836-1886), der von seinen Anhängern als »Avatar« verehrt wird, besonders anregend.
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Hans Torwesten, geboren 1944, wuchs in Franziskaner-Internaten auf, verbrachte sechs Jahre in einem Ashram des Ramakrishna-Ordens in London und studierte indische Philosophie und Yoga. Er lebt als religionsphilosophischer Autor, Maler und Kursleiter im Chiemgau. Veröffentlichungen unter anderem: »Ramakrishna, ein Leben in Ekstase«, »Ramakrishna und Christus oder das Paradox der Inkarnation«, »Der Mut, auf den Grund zu gehen«.
