Wie fair ist der faire Handel wirklich?
Ist der faire Handel noch glaubwürdig? Diese Frage stellen sich viele engagierte Dritte-Welt-Aktivisten, die fair gehandelte Waren in Weltläden oder auf Basaren verkaufen. Was ist passiert? Mitte Mai strahlte das ZDF-Magazin »Frontal« einen Bericht über Kakaobauern in Ghana aus. Autor Winfried Schnurbus, nach eigenen Angaben praktizierender Katholik und regelmäßiger Konsument von fair gehandelten Produkten wie Honig, Kaffee, Tee, Kakao und Schokolade, war maßlos enttäuscht aus dem westafrikanischen Land zurückgekehrt. Nach Recherchen vor Ort war sein Glauben an den fairen Handel erschüttert. Seine Vorwürfe: Obwohl die Verbraucher bereitwillig mehr Geld für fair gehandelten Kakao zahlten, komme bei den 30 000 Kleinbauern der Genossenschaft Kuapa Kokoo offensichtlich wenig von diesem Mehrpreis an. Außerdem würden sie bei der Ablieferung ihres Kakaos von ihrer eigenen Genossenschaft betrogen.
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