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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2018
Schluss jetzt!
Chile-Skandal: Überwindet der Papst die Restauration?
Der Inhalt:

Kleiner Wegweiser durch den Psycho-Dschungel

Ein Problem bei der Suche nach einem Therapieplatz sind zuweilen auch die unterschiedlichen Berufsbezeichnungen der Anbieter. Was unterscheidet einen Psychologen von einem Psychiater und einem Psychotherapeuten?

Psychologen haben einen Universitätsabschluss (Diplom oder Master) im Fach Psychologie. Nach Abschluss des Studiums können sie zusätzlich eine psychotherapeutische Ausbildung absolvieren, dann dürfen sie sich »Psychologischer Psychotherapeut« nennen. Diese Ausbildung gibt es beispielsweise in den Therapieverfahren Verhaltenstherapie, tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie, Psychoanalyse, Gesprächspsychotherapie und Systemische Therapie. Aber nur die ersten drei können mit den Krankenkassen abgerechnet werden. Falls eine medikamentöse Therapie notwendig wird, arbeiten Psychologen mit Ärzten zusammen.

Psychiater sind Ärzte mit einer Facharztausbildung, die sie vor allem für die Behandlung von Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, den sogenannten Psychosen, qualifiziert. Wenn sie zusätzlich eine der oben genannten Ausbildungen absolvieren, können sie auch als Psychotherapeuten arbeiten. Anders als Psychologen dürfen sie dabei auch Medikamente verschreiben. In manchen Fällen ist dies notwendig, damit die Patienten überhaupt in der Lage sind, sich einer Psychotherapie zu unterziehen.

Ein Psychotherapeut kann Psychologe (»Psychologischer Psychotherapeut«) oder Arzt (»Ärztlicher Psychotherapeut«) sein. Beide haben eine der oben genannten Ausbildungen zum Psychotherapeuten gemacht. »Kinder- und Jugendlichen-Psychotherapeuten« sind Pädagogen, Ärzte oder Psychologen, die eine spezielle Zusatzausbildung für die Therapie von Kindern und Jugendlichen haben.