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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2015
Rettet das Singen
Über die Macht der eigenen Stimme
Der Inhalt:

Widerständiges Malen

von Gunhild Seyfert vom 05.06.2015
M
wie Museum:

Osnabrück. Seine Bilder waren lange verschollen. Der Maler Felix Nussbaum, 1944 in Ausch witz ermordet, spiegelt die Tragik seiner Zeit und seines Lebens in berühmten und berührenden Darstellungen wider. Hier sind sie zu sehen, in einem außergewöhnlichen Museumsbau, im Felix-Nussbaum-Haus.

Nussbaum, der aus einer großbürger lichen, nicht praktizierenden jüdischen Familie stammte, wurde mit Gewalt auf seine Themen gestoßen: Zerfall der bürgerlichen Ordnung, Ausharren im Untergrund, Verzweiflung über die Vernichtung der Juden in Europa. Trotz dieser bedrückenden Motive sind die Bilder, die er zuletzt unter Lebensgefahr malte, von großer, oft ruhiger Schönheit. Das Malen war sein Widerstand, in seinen Bildern zeigt er die Würde der Verfolgten. In Ausstellungen werden Nussbaums Werke

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