Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2015
Rettet das Singen
Über die Macht der eigenen Stimme
Der Inhalt:

Leserbriefe

vom 05.06.2015

Schätze des Alten

Zu: »Ohne jüdische Wurzeln stirbt die Kirche« (9/15, Seite 42)

Ich bin neunzig Jahre alt und war erschreckt über den »Streit um das Alte Testament«. Ja kennen denn diese Herren Theologen das Alte Testament überhaupt nicht? All die Schätze, die uns darin überliefert sind, auf die Jesus immer wieder zurückgreift und sie seinem Volk und seiner Zeit erklärt und sie vertieft. »Ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen.« Ja, Jesus war ein frommer Jude! Und was ich ebenso wichtig finde: Das Alte Testament gilt für Juden, Christen und Muslime! Sie alle haben die fünf Bücher Mose in ihren Schriften und könnten darüber zueinander finden. Hildegard Fuhr, Detmold

Steht auf, werft eure Krücken weg und gestaltet euer Leben mit Herz und Hirn. So ähnlich würde heute die Botschaft eines Jesus von Nazareth lauten. Jetzt könnte er mit weniger Risiko sagen: Euch ist gesagt worden … ich aber sage euch … vergesst die alten Gesetze, die vielen Tötungsgebote, die unmenschlichen Gottesbilder, die Bevorzugung einzelner Gruppen und die angebliche Abhängigkeit des Menschen von einem waltenden Gott. Natürlich ist es vorbei mit dem blinden Glauben, dem Gehorsam und den vielen unmenschlichen Zwängen, die die auf schriftliche Aussagen alter Religionen basierenden Kirchen von uns verlangen. Ein philosophisches Weltbild wird an die Stelle von festgefahrenen Traditionen treten – und es ist schön zu sehen, wie nahe sich die Aussagen von Lao-Tse, Jesus, Kant, Gandhi und Felix Ekardt kommen. Franz Grillberger, A-Laakirchen

Es gibt vermutlich nur zwei »Häretiker« der Dogmengeschichte, die der Kirche wirklich gefährlich geworden sind: Marcion, weil er die entstehende Kirche von der Glaubenstradition Israels »befreien« wollte. Als wäre Jesus »senkrecht von oben« als der Christus in die Welt gekommen – ohne den Glauben und die Erfahrungen seiner Väter und Mütter. Als könnte man ohne den Gott Israels zu Jesus kommen oder an ihn glauben. Und Kaiser Konstantin der Große, der die aufstrebende Kirche mit dem süßen Gift der Macht salbte, indem er sie zur Staatsreligion seines Reiches erhob. Hans-B. Ottmer, Hannover

PFplus

Weiterlesen mit Publik-Forum Plus:

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für »Publik-Forum«-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen