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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2015
Rettet das Singen
Über die Macht der eigenen Stimme
Der Inhalt:

»Kinder auf die Welt vorbereiten«

von Ole Schulz vom 05.06.2015
Warum Schulleiterin Regina Schneider an der Gesamtschule Xanten- Sonsbeck Smartphones im Unterricht erlaubt

Publik-Forum: Frau Schneider, in den allermeisten Schulen sind Handys und Smartphones verboten. Sie dagegen ermutigen Ihre Schüler, diese im Unterricht zu verwenden. Wieso das?

Regina Schneider: Weil zum heutigen Lernen einfach Kenntnisse moderner Kommunikationstechniken dazugehören. In unserem Konzept des nachhaltigen Lernens ist Medienkompetenz darum ein wesentlicher Baustein.

Und warum greifen Sie dabei auf die schülereigenen Smartphones zurück?

Schneider: Das hat auch finanzielle Gründe. Wenn die Schule digitale Medien anschafft, dann kostet das viel Geld, während die Schüler oft relativ neue Geräte besitzen.

Die digitale Ausstattung Ihrer Schule ist nicht besser als anderswo?

Schneider: Nein, wahrscheinlich nicht. Wir haben zwei Informatikräume und rund 125 digitale Ausleihgeräte – bei mehr als 850 Schülern an zwei Standorten ist das nicht sehr viel. Uns unterscheidet aber von anderen, dass wir digitale Medien selbstverständlich nutzen. Zudem haben wir Wi-Fi im ganzen Haus, und jeder Schüler hat einen eigenen Internetaccount, in den er sich mit seinem Gerät einloggen kann.

Und was machen die Schüler mit ihren Smartphones konkret im Unterricht?

Schneider: Unsere Schüler haben ab Klasse fünf eine Doppelstunde Informatik in der Woche. Dort erwerben sie grundlegende Kompetenzen. In Klasse sechs machen sie den »Handy-Führerschein«. Ab Klasse sieben dürfen dann alle mit ihren eigenen Geräten arbeiten. Sie benutzen sie für Lernprogramme ebenso wie zum Recherchieren, zum Fotografieren und Filmen oder zum Präsentieren.

Stößt das angesichts der Dauerpräsenz
von Smartphones, Tablets und PC in der Freizeit der Kinder nicht auf Widerstand der Eltern?

Schneider: Nein, im Gegenteil. Die Eltern sind dankbar, dass ihre Kinder auf die heutige Welt vorbereitet werden.

Und welche Grenzen setzen Sie beim Umgang mit digitalen Medien wie zum Beispiel Tablets oder Smartphones?

Schneider: Die eigenen Geräte dürfen in Lernsituationen, aber nicht in den Pausen genutzt werden. Zudem können wir überwachen, welche Internetseiten die Schüler besuchen. D

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