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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2014
Gebt den Kindern das Spiel zurück!
Wie fairer Fußball geht
Der Inhalt:

Mit Strafe gerechnet

Eucharistiefeiern ohne Priester: Martha Heizer begründet, warum sie und ihr Mann darauf nicht verzichten wollen

Publik-Forum: Frau Heizer, Sie haben bereits öffentlich klargestellt, dass Sie weder das kirchliche Verfahren gegen Sie und Ihren Mann noch die Exkommunikation akzeptieren. Was bedeutet das konkret in der Praxis?

Martha Heizer: Wir werden weiterhin ganz normal am kirchlichen Leben teilnehmen. Das ist uns ja auch nicht verboten, schließlich sind wir nach wie vor Teil der Kirche.

Wie kam es überhaupt dazu, dass Sie die Eucharistiefeiern abhielten?

Heizer: Wir gehören seit 25 Jahren zu einem kleinen Gebetskreis. Früher war auch immer unser Pfarrer dabei. Wir haben von Zeit zu Zeit mit ihm Eucharistie gefeiert, das war ganz normal. Leider ist dieser Pfarrer dann verstorben und seine Nachfolger konnten oder wollten nicht regelmäßig kommen. Wir haben dann gut zehn Jahre nur Wortgottesdienste gefeiert, weil auch in unseren Köpfen stark verankert war, dass alles andere nur einem Priester zusteht.

Warum hat sich das dann verändert?

Heizer: Wir haben einfach gemerkt, dass uns etwas fehlt. Wir haben begonnen zu überlegen, warum wir es nicht einfach tun. Wir haben die Bibel durchforstet und viel und ausführlich darüber diskutiert. Und dann haben wir beschlossen, den Heiligen Geist zu bitten, dass er die Gaben wandelt.

Wäre es nicht klüger gewesen, zumindest offiziell bei den Wortgottesdiensten zu bleiben?

Heizer: Natürlich wäre alles viel einfacher, wenn wir einfach einen Wortgottesdienst mit anschließender Agape feiern würden. Wir sagen aber ganz deutlich, dass wir auf die Wandlung nicht ve