Journalisten unter Druck der Wirtschaft
Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) hat kritisiert, dass der politische Journalismus in Deutschland sich eher an der Regierung als am Bundestag orientiere. Darüber hinaus registriere er eine »bemerkenswerte Neigung zur Entertainisierung«. An die Stelle von Aufklärung träten Talkshows, in denen es vor allem um die Show gehe, sagte Lammert auf einer Konferenz des Bundesverbandes Deutscher Zeitungsverleger und der Bundeszentrale für politische Bildung in Berlin. Lammert führte die Entwicklung auf die Zwänge des Medienmarktes zurück, in dem Klickraten und Abdruckquoten immer wichtiger würden. Nach einer auf der Konferenz präsentierten Allensbach-Umfrage haben drei Fünftel der von dem Institut befragten 432 Zeitungsjournalisten bei der Arbeit Eingriffe in die Pressefreiheit erlebt.
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