Zur mobilen Webseite zurückkehren
Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 11/2012
Die Zeit des Gehorsams läuft ab
Nach dem Katholikentag
Der Inhalt:

Ja, wer war er denn nun?

vom 05.06.2012

Zu: »Gottes Sohn und Hochverräter« (8/12)

Seit Langem habe ich nicht mehr eine derart spannende und informative Zusammenschau der aktuellen Jesusforschung gelesen. Besonders froh bin ich über Ihren Kommentar »Kritische Anfragen«. Da die persönliche Beziehung zu Gott die Grundhaltung Jesu bestimmt, wird es einen Glauben, der sich auf Jesus gründet, ohne »das personale Moment« nicht geben. Hubertus Halbfas und auch Willigis Jäger lehnen gerade dieses Moment ab.

Jörg Rosenstock,Gütersloh

Ich verstehe den historischen Jesus so, dass er die Thora nicht theoretisch, sondern aus eigener Lebenserfahrung im Alltag vertrat. Wenn Thomas Söding sagt, dass »Gott für Jesus ein Du, ein personales Gegenüber ist«, dann sollte man ergänzen, dass dadurch die Trennung zwischen Gott und dem Menschen Jesus beispielhaft für uns alle aufgehoben ist, Gott also auch unser »Ich« sein kann. Wenn wir mit Gott reden, reden wir auch mit uns selbst, wenn wir uns gegenüber Gott verhalten, ergründen wir auch uns selbst. So verstehe ich den Impuls, der uns durch Jesu Botschaft bewusst werden kann.

Christoph Müller-Luckwald,Bingen

Wem es sehr schwerfällt, mit sich und seiner inneren Welt in Kontakt zu kommen, also überwiegend in der äußeren Welt lebt, braucht möglicherweise diesen personalen Gott als Gegenüber, um überhaupt etwas Religiöses wahrnehmen zu können. Inzwischen gibt es jedoch immer mehr Menschen, die mit diesem personalen Gott nichts mehr anfangen konnten. Sie haben sich bemüht, Gott in sich selbst zu finden, zum Beispiel durch regelmäßige Meditation. Erfahrungen, die sie dabei machten, haben ihnen vermittelt, dass sie nicht von dieser göttlichen Wirklichkeit getrennt sind. Sie erfuhren das, was Jesu mit »Ich und der Vater sind eins« ausgedrückt hat.

Hans Piron,Straßenhaus

Der Theologe Karl Herbst verweist auf die Rede des Petrus in der Apostelgeschichte, in der eindeutig zum Ausdruck kommt, dass Jesus die Verwesung nicht gesehen hat, sondern aufgeweckt wurde, ins Leben zurückgekehrt ist, mit seinen Jüngern gegessen und getrunken hat und sie als die Boten seiner guten Botschaft von der Umkehr des Herzens neu zugerüstet hat. Gott braucht kein mirakelhaftes Eingreifen, weil er auf Erden irdisch wirkt, innerhalb seiner

Wählen Sie Ihren Zugang und lesen Sie direkt weiter.

Digital-Zugang
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen
Digital-Zugang für "Publik-Forum"-Print-Abonnenten
  • Ergänzend zu Ihrem Print-Abonnement
  • Alle über 20.000 Artikel auf publik-forum.de frei lesen und vorlesen lassen
  • Die aktuellen Ausgaben von Publik-Forum als App und E-Paper erhalten
  • 4 Wochen kostenlos testen