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»Später war keiner mehr für uns da«

von Annette Birschel vom 02.06.2000
Leben nach der Katastrophe: Im Amsterdamer Stadtteil Bijlmer riss der Feuerball von Enschede alte Wunden auf
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Zwischen halbverdorrten Blumen, Kuschelbären und Fotos fällt der kleine weiße Zettel kaum auf: »Wir wünschen den Opfern von Enschede Hoffnung und Kraft. Wir leben mit ihnen mit und hoffen, dass sie nicht acht Jahre warten müssen.« Das ist das einzige Zeichen unter dem »Baum, der alles sah«, das darauf hinweist, dass die Opfer der Flugzeugkatastrophe von 1992 in Amsterdam mit den Opfern der Katastrophe von Enschede mitfühlen.

Der »Baum, der alles sah«, ist das Denkmal für jenen schrecklichen 4. Oktober 1992, als eine Frachtmaschine der israelischen Fluggesellschaft El Al auf zwei Hochhäuser des Stadtteils Bijlmer stürzte. 43 Menschen, darunter die vier Besatzungsmitglieder, starben. Die Hochhäuser wurden abgerissen, der hauptsächlich von Ausländern bewohnte Stadtteil wird zur Zeit renoviert. »Für mich war das die maximale Kata