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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2020
»Die Zeit läuft uns weg«
Ein Gespräch mit Georg Bätzing
Der Inhalt:
in Memoriam

Dramatiker der Gerechtigkeit

von Britta Baas vom 29.05.2020
Rolf Hochhuth

Als Rolf Hochhuth 1963 die Welt des Theaters betrat, tat er es mit einem Paukenschlag. Sein Stück »Der Stellvertreter« thematisierte die Haltung eines Papstes zum Holocaust. Hochhuths These: Pius XII. hätte Tausende von Juden retten können. Stattdessen habe er geschwiegen, weil es ihm nur um seine Kirche und deren Finanzen gegangen sei.

Die Uraufführung des Stücks in West-Berlin löste die größte Theaterdebatte der Bundesrepublik Deutschland aus. Der Vatikan protestierte, weltweit fühlten sich Katholiken beleidigt. Hochhuth aber wurde schlagartig international bekannt. Seinem Ruf als Provokateur, Moralist und akribischer Rechercheur wurde er auch in den folgenden Jahren gerecht. Er schrieb Tragödien und Komödien, ertrug Anfeindungen und hielt stets daran fest, ein Aufklärer zu sein. So nannte er Hans Filbinger, der während der Nazi-Zeit

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