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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 10/2013
Die Weisheit des Körpers
Wie wir lernen, unseren Gefühlen zu vertrauen
Der Inhalt:

Gestohlener Lebensraum

vom 31.05.2013

Zum Dossier: »Landraub« (8/13)

Landraub findet nicht nur in Afrika, Asien oder Südamerika statt, sondern auch bei uns in Deutschland. Immer mehr Familienbetriebe müssen aufgeben und werden aufgekauft von Konzernen. So soll es bereits in Deutschland Unternehmen geben, die über 30 000 Hektar landwirtschaftliche Fläche besitzen. Ziel: Landwirtschaft im industriellen Sinne, mit großen Maschinen, mit Pestiziden und Insektiziden, mit Monokulturen und riesigen Hühner-, Schweine- und Rinderställen – ohne Rücksicht auf Tiergesundheit und ökologische Belange.

Renate Maucher,Biberach

Das Dossier über »Landraub« weltweit finde ich gut und äußerst wichtig. Aber ein Land fehlt mir: das Westjordanland unter israelischer Besatzung. Die wenigsten Palästinenser besitzen Urkunden über ihr Land und wenn, dann werden sie unter fadenscheinigen Begründungen nicht anerkannt. So kann – ohne Entschädigung – das Land einfach zum Militärgebiet oder zur Naturschutzzone und dann zum Siedlungsgebiet für Israelis werden. Die Wasserressourcen werden für wasserintensive Plantagen gebraucht, die Brunnen der Palästinenser werden zerstört oder dürfen nicht tiefer gebohrt werden, während die Siedler den Grundwasserspiegel ständig senken. Wenn ein Stück Land der Palästinenser zwei Jahre nicht bearbeitet wird, weil etwa die Bauern daran gehindert werden, gehört es automatisch den Israelis. Der Bau der Mauer hat viel palästinensisches Land unerreichbar gemacht.

Gertrud Reber,Heilsbronn

Bibel und Männerherrschaft

Zu: »Wo bleiben die Töchter?« (8/13)

Außenstehende werden zwar zustimmen, wenn Frido Mann sagt: Die »Zukunft der Religion sehe ich in ihrer Integration in andere sinnstiftende Zusammenhänge«. Religionsführer aber lehnen eine solche Sichtweise meist strikt ab. Sie wollen den Anspruch, die allein seligmachende Religion zu sein, nicht aufgeben. Dieser Anspruch stiftet seit Jahrtausenden Unfrieden und rechtfertigt Gewalt gegen Andersgläubige. Ein Beispiel: Überall im Nahen Osten wird der Prophet Elias mit Bildern und Statuen dafür geehrt, dass er mehr als 400 Priester des Baal-Kultes töten ließ. Der sexuell freizügige, polytheistische Fruchtbarkeitskult war eine Gefahr für die Rechtgläubigkeit seiner Glaubensgenossen. Daher finde ich Manns Kritik,

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