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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2019
Ach, Europa
Vielfältig, widersprüchlich, wunderbar – die EU vor der Wahl
Der Inhalt:

Leserbriefe

Mehr Respekt bitte!

Zu: »Rebellion der Zukunft« (7/19, Seite 12-16)

Ich finde es gut, dass Sie über »Fridays for Future« berichten, aber über den Tenor des Artikels war ich einigermaßen erschrocken. Diese Jugendlichen werden als »Junglemminge« bezeichnet, »sie müpfen auf« und ihr Engagement wird unter dem Vorbehalt des »Scheinbaren« beschrieben. Ich lese das als ein Nichternstnehmen, mir fehlt der Respekt. Im Übrigen ist das Ganze ja laut Autor auch einfach mehr oder weniger auf Greta Thunbergs »persönliches Leiden« zurückführbar. Das ist doch absurd. Ich erwarte in Ihrer Zeitung anspruchsvollere, auch in der Sprache angemessene Artikel. Marina Fischer, Zeitlofs

Ich gehöre zur Großelterngeneration. Wir haben miterlebt, wie die »68er« demonstrierten und als die Negativwirkungen des weltweit ungebremsten ökologischen Raubbaus wissenschaftlich nachgewiesen wurden. Doch die Politik versagte. Der Raubbau geht auch heute noch weiter: 2018 verbrauchte die Menschheit Ressourcen, die der Biokapazität von 1,7 Erden entsprechen. Hartmut Giehler, Greiz

Greta Thunbergs Appell überzeugt gerade deshalb, weil sie die Dinge nur schwarz-weiß sieht. Denn bei der Bekämpfung des Klimawandels darf es keine Kompromisse mehr geben. Aber dunkle Gespenster scheinen noch viele Verantwortliche zu lähmen. Warum bleibt zum Beispiel die Schwarze Null heilig? Mit ausgebautem und kostenlosem Nahverkehr könnte man die Verkehrsflut eindämmen, auch mit einer Reichensteuer. Hans Oette, Neuenstadt

Welch ein missachtender und dummer Kommentar zum Protest von Greta Thunberg. Nach dem Motto: »Wir haben es doch schon immer gewusst«, wird die junge Frau als kleines Dummerchen beschrieben, welche mit einem Asperger-Autismus die Welt nur eingeschränkt wahrnehmen kann. Könnte der Redaktion nicht auch der Gedanke kommen, dass die Gefahren ganz real so sind, wie sie Greta Thunberg beschreibt, und dass es tatsächlich bei der Frage des Überlebens keine Grauzone, kein »wird schon nicht so schlimm werden«, gibt? Dass diese junge Frau ihre Sorge so klar und direkt ohne schleimiges Politikgefasel ausdrück

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