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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2014
Europa, aber richtig
Gegen die Zerstörung eines einzigartigen Projekts. Ein Plädoyer
Der Inhalt:

Sozialprotokoll
»Aber sie blieb stumm«

von Anita Rüffer vom 09.05.2014
Ihre Mutter erkrankte an Schizophrenie. Andrea S. war damals 14 und wurde mit ihr alleingelassen. Das hat sie nie verkraftet
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Ich erinnere mich an eine Yoga-Übung: Ich sollte mir meine Mutter vorstellen, wie sie hinter mir steht, mir ihre Hände auf die Schulter legt und mich stützt. Und hinter ihr ihre Mutter und dahinter deren Mutter und immer so weiter. Aber meine Vormütter waren wie eine Reihe Dominosteine: Alle sind sie gekippt, eine ist auf die nächste gefallen. Nur ich blieb stehen. Und vor mir meine Tochter.

Ich bin jetzt mit 43 ein bisschen älter als meine Mutter damals – in jenem Sommer, als sie plötzlich mit niemandem mehr gesprochen hat. Meine liebevolle, fürsorgliche Mutter, die mit mir zusammen gebastelt hat und auf Spielplätze gegangen ist, die nach meiner Geburt aufgehört hatte, als Erzieherin zu arbeiten, um ganz für mich da zu sein.

Plötzlich hatte ich es mit einer anderen Pers