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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2013
Die Suchbürger
Evangelischer Kirchentag: Offen, freundlich, unentschieden
Der Inhalt:

Katholische Priesterinnen

Zu: »Gemeinden neuer Art« (7/13)

In dem Artikel »Gemeinden neuer Art« schreibt Thomas Seiterich, dass die römisch-katholischen Priesterinnen in Deutschland eine kleine Schar geblieben seien, meist ohne größere, feste Gemeinde. Ich stelle allerdings fest, dass unsere deutschen Priesterinnen im Rahmen ihrer Möglichkeiten sehr rührig sind. Sie tun ganz viel in Wort und Schrift, um ihren Weg und die Organisation darzustellen, auch ihren Schritt contra legem. Dazu zählen diverse, viel beachtete Auftritte am Rande des Mannheimer Katholikentages. Ganz besonders gefragt ist Dr. Ida Raming, die ich bei Vorträgen oder im Podium in Köln, Trier, Neuwied und in Mannheim erleben durfte. Mit kleineren Gruppen feiert sie immer wieder Gottesdienste, auch wenn in Deutschland Gemeindeleitung durch Frauen noch nicht möglich ist. Zum Glück ist in Amerika vieles anders, und das stimmt mich hoffnungsvoll.

Hanspeter Schladt, Neuwied

Wir haben in Deutschland keinen Mangel an Dogmatikern, Kirchenrechtlern und dogmatisch-kirchenrechtsorientiertem Denken, wohl aber einen Mangel an Einsicht, dass die Frauenfrage die Schicksalsfrage der Kirche ist, wie es der ehemalige Wiener Weihbischof Krätzl schon vor vielen Jahren erkannte. Dabei geht es nicht nur um Gleichberechtigung in der Kirche, sondern vor allem auch um die Mitwirkung von Frauen in den Diensten der Diakonin, Priesterin und Bischöfin. Dabei kommt es nicht darauf an, das männlich klerikalistische Gehabe auf Frauen auszudehnen, sondern darauf, dass Seelsorge in erster Linie als Dienst und nicht als Amt verstanden wird. Wenn Frauen endlich bei der Leitung der Kirche gleichberechtigt mitbestimmen und mitwirken, tritt das Macht- und Disziplinierungsdenken dorthin, wo es hingehört: nach hinten! Wir wünschen uns, dass die Menschen auf dem alten Kontinent von denen auf dem neuen lernen. Dass Gemeinden mit Frauen als Seelsorgerinnen von unten wachsen, solange sich die Männer in Rom der überfälligen Einsicht verweigern und ausschließlich auf Macht pochen, die bibeltheologisch nicht begründet ist.

AnnelieundWalter Hürter, Ingolstadt

Gut, dass Publik-Forum einmal über die sich ausbreitende internationale Bewegung römisch-katholischer Priesterinnen berichtet, die im Jun

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