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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 9/2013
Die Suchbürger
Evangelischer Kirchentag: Offen, freundlich, unentschieden
Der Inhalt:

Gebetet und verhaftet

von Johannes C. Bockenheimer vom 17.05.2013
Anat Hoffman streitet dafür, dass auch jüdische Frauen an der Klagemauer in Jerusalem beten dürfen – nicht nur Männer

Anat Hoffman ist eine unverbesserliche Gesetzesbrecherin: Mehrfach wurde die Israelin bereits für das gleiche Vergehen von der Polizei festgenommen. Als sie im vergangenen Oktober dann erstmals einem Strafrichter vorgeführt wurde, ließ sie ihn trotzig wissen: »Ich werde es wieder tun« – der Richter verurteilte sie zu einer Nacht im Gefängnis. Hoffman ist Rabbinerin, und ihr Vergehen bestand darin, an der Klagemauer in Jerusalem zu beten.

Denn auch wenn der Talmud das Gebet Frauen und Männern gleichermaßen erlaubt: In Gemeinschaft und vor der Klagemauer ist das Gebet den Männern vorbehalten. So sieht es die Tradition der orthodoxen Juden vor. Diese Sicht wurde auch von Israels oberstem Gericht bekräftigt. Im Jahr 2003 entschieden die Richter, dass die Frauen auf dem Mauerplatz weder aus der Thora lesen noch den Tallit, den traditionellen Gebetsm

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