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Wer sich von Gott geliebt weiß, lebt anders

von Hartmut Meesmann vom 12.05.2006
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Anselm Grün
Die Zehn Gebote
Vier-Türme-Verlag. 174 Seiten. 16,90 EUR

Eugen Drewermann
Die Zehn Gebote
Patmos. 180 Seiten. 18 EUR

Die Zehn Gebote sind derzeit wohl deshalb aktuell, weil viele Leute offenbar wieder glauben, dass sie als allgemeine Grundlage für ethisches Verhalten dienen können. Eugen Drewermanns Anliegen ist es, den Dekalog nicht als von außen auferlegtes Gesetz zu verstehen, sondern als »Gesetz des Herzens«. Die Gebote formulieren in seiner Perspektive Einsichten, die sich zwangsläufig ergeben, wenn ein Mensch sich ganz von Gott geliebt weiß und dadurch eine innere Freiheit bekommen hat. Drewermann geht es im Gespräch mit Richard Schneider darum, wie man Menschen helfen kann, in diesen »erlösten Zustand« zu kommen, der die Zehn Gebote dann als »logische« Werthaltungen für das gesellschaftliche wie individuelle Leben verstehen lässt. Dass es sich bei der Übergabe der Gesetzestafeln an Moses nicht um eine historische Tatsachenschilderung handelt, ist für ihn selbstverständlich: Die Zehn Gebote sind Ergebnis eines historischen Prozesses. Anselm Grün drückt diese Erkenntnis knapp so aus: »Die zehn Worte sind Reaktion auf eine tiefe Gotteserfahrung.« Wohl deshalb spricht Grün auch durchgehend vom »Willen Gottes«. Er klärt über den »Sitz im Leben« der einzelnen Gebote auf und legt sie in einfacher Sprache sehr lebensnah aus. Grün schreibt als Seelsorger. Vor allem wendet er die einzelnen Verbote immer auch ins Positive: »Gott ist da, ich ehre, ich will leben, ich bin treu ?« Das verdeutlicht gut die lebensbejahende und lebenserhaltende Richtung des Dekalogs. Beide Autoren wenden sich im Übrigen gegen eine kirchliche Verbotsmoral, weil diese der Intention der Zehn Gebote in keiner Weise gerecht wird.

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