Stachel im Fleisch
Es ist zwar verständlich, dass die etablierten Parteien auf ihre neue Konkurrenz Alternative für Deutschland gereizt reagieren. Mehr als billig ist es jedoch, diese Partei einfach rechts liegen zu lassen und einer inhaltlichen Auseinandersetzung aus dem Weg zu gehen. Die Eurokritiker stellen nämlich berechtigte Fragen an die Euro-Rettungspolitik, der Union, FDP, SPD und Grüne größtenteils gemeinsam ihren Segen gegeben haben. So müssen diese Parteien erklären, warum die Europolitik in Nacht- und Nebelsitzungen der EU-Minister beschlossen und zum Teil im Parlament durchgewunken wurde – wenn sie überhaupt durchs Parlament ging. Und natürlich ist die Frage berechtigt, warum die Troika aus EU-Kommission, Europäischer Zentralbank und Internationalem Währungsfonds, die die Sparpolitik in den Krisenländern umsetzt, »kein Mandat vom Volk hat, sondern von oben«, so Alternative-Mitgründer Konrad Adam.
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