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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2013
Landraub
Der globale Kampf um Boden fordert Opfer
Der Inhalt:

Schwarzer Rauch zwischen goldenen Pagoden

von Klemens Ludwig vom 26.04.2013
Nach dem Ende der Diktatur hoffen viele auf ein freies Myanmar. Doch in der Gewalt gegen Muslime lebt der alte Ungeist fort
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War es wirklich falsches Gold oder eine beschädigte teure Haarspange, die ein muslimischer Händler in der Stadt Meikhita einem buddhistischen Ehepaar verkaufen wollte? Oder wollte ein buddhistischer Händler einen muslimischen Kunden betrügen? So genau lässt sich das gar nicht bestimmen, aber dieser Streit war in Myanmar, dem ehemaligen Burma, der jüngste Auslöser für brutale Übergriffe gegen die muslimische Minderheit. In dem mehrheitlich buddhistischen Land bedarf es nicht viel, und religiöse Spannungen münden in einer Eruption der Gewalt.

Mindestens vierzig Tote waren zu beklagen, zahlreiche Moscheen und Gebetshäuser wurden niedergebrannt. Das allmächtige Militär forderte zwar zur Ruhe auf, zeigte aber wenig Bereitschaft, den Muslimen wirklichen Schutz zu garantieren.