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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 8/2013
Landraub
Der globale Kampf um Boden fordert Opfer
Der Inhalt:

»Ich muss davon erzählen«

von Constanze Bandowski vom 26.04.2013
Irina Simse (69) hat das nationalsozialistische Vernichtungslager Kolchos Krasny überlebt. Heute engagiert sie sich als Zeitzeugin
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In meiner Kindheit erzählten meine Mutter und meine Geschwister ständig diese Geschichten, und ich weiß noch, wie ich dachte: Meine Güte, wie oft kann man das denn eigentlich erzählen? Heute weiß ich, dass genau das richtig ist.

Ich wurde am 11. September 1943 geboren, da war die Krim schon längst von den deutschen Faschisten besetzt. Meine Familie lebte in dem kleinen Dorf Neusatz am Waldrand. Alle arbeiteten auf den Tabakplantagen. Sie wurden gezwungen, von Sonnenaufgang bis tief in die Dunkelheit hinein zu schuften. Viele Männer, die nicht von der Sowjetarmee eingezogen waren, gingen zu den Partisanen. Auch mein Vater versteckte sich mit seinen Kameraden im Wald. Nachts kamen sie ins Dorf und erhielten Verpflegung von der Zivilbevölkerung. Dann beschlossen die Nazis, sämtliche Dörfer am Waldr