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Der fleißige Außenseiter

Noam Chomsky, einer der radikalsten Kritiker der US-Politik, erhielt in Stuttgart den Erich-Fromm-Preis. Eine Begegnung
von Christoph Fleischmann vom 23.04.2010
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Bescheiden sitzt er da in seinem Pulli. Dass er vor nur 25 Journalisten in einem kleinen Raum des Stuttgarter Landtages redet, scheint ihn nicht zu stören, er würde auch nicht anders reden, wenn hier 2500 Zuhörer säßen. Leise und freundlich redet der 81-Jährige. Doch: Wie ein Buchhalter zählt er immer wieder die Schandtaten der amerikanischen Außenpolitik der letzten sechzig Jahre auf, mit der die USA die eigenen Interessen mit offener oder verdeckter Gewalt und ohne Bindung an irgendeine Moral durchsetzten. Letztlich gipfeln seine Analysen vor allem in eine These: Die US-Außenpolitik schaffe erst die Feinde, die sie zu bekämpfen vorgebe. Daher müsse man die Frage stellen, ob das nur ein Versehen sei oder beabsichtigt.

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