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Die kühne Vision vom Ausstieg aus dem Stau

Die Bahn in der Krise und fünfzig Millionen Autos auf den Straßen: Doch Beispiele aus Europa zeigen, dass es auch anders laufen kann.
von Heiner Monheim vom 21.04.2000 Vorgelesen von einer künstlichen Stimme.
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Wir schreiben das Jahr 2020. Deutschland ist zum Pionierland einer nachhaltigen Entwicklung des Verkehrs geworden. Der Autoverkehr hat sich grundsätzlich verändert. Inzwischen verkehren vier Millionen Car-Sharing-Autos sowie Sammeltaxen, um einzelne oder wenige Fahrgäste an ihren gewünschten Ort zu bringen. Der Feinverteilung im ländlichen Verkehr dienen eine Million Taxi-Busse. 20 000 Regionalbahntriebwagen bedienen auf dem dichten Schienennetz der Flächenbahn in der Regie privater, dezentraler, innovativer Regionalbahnunternehmen auf einem weit verzweigten Schienennetz den Regionalverkehr. 150 kommunale Schienenverkehrsunternehmen lassen 10 000 neue Straßenbahn-, Stadtbahn- und S-Bahnwagen für den kommunalen Schienenverkehr in Mittel- und Großstädten fahren. Hinzu kommen 400 000 neue Niederflurbusse für kundenorientierte Stadt- und Ortsbussysteme. Es gibt zehnmal so viele Bahnhöfe und Haltestellen wie Anfang des Jahrtausends, die für maximale Kundennähe und Erreichbarkeit sorgen. 20 000 Mobilitätszentralen mit einheitlicher Nummer und bundesweiter Vernetzung garantieren ein intelligentes Management der Mobilität. Ein Generalabo ist eingeführt, mit dem man sich preiswert und problemlos in allen lokalen, regionalen und überregionalen Teilsystemen des Verkehrs bewegen kann und das auch Taxis sowie Car-Sharing integriert. Statt fünfzig Millionen Autos verkehren jetzt nur noch fünf Millionen, die Kapazitäten des Verkehrs sind effizient und gut ausgelastet. Plötzlich reichen die vorhandenen Straßen und Parkplätze aus. Sie bieten noch viel Platz für breitere Gehwege, neue Radwege, viele Busspuren und Bahntrassen, neue Lade- und Lieferzonen vor Geschäften und viele Grünstreifen und Baumpflanzungen im öffentlichen Raum. Der Güterverkehr wird ähnlich organisiert. Die Güterfernbahn transportiert die großen Warenmengen, in den Regionen verkehren Güter-S-Bahnen, die Feinerschließung besorgt der LKW. Den schnellen Umschlag sichert ein dezentrales System von Güterverkehrs- und Güterverteilzentren und Logistik-Knoten, die mit den 20 000 Mobilitätszentralen verknüpft sind.

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