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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 7/2019
Rebellion der Zukunft
Retten uns die Schüler?
Der Inhalt:

Gesichter des Friedens

vom 05.04.2019

Fatmire Feka

Fatmire Feka war elf, als der Terror in ihr Dorf im Kosovo kam. Dunkle Gewitterwolken hingen am Himmel, und es regnete, als Bomben explodierten, Schüsse durch die Luft peitschten. »Es fühlte sich an, als ob Gott weinte, weil Er wusste, was passieren würde«, sagt Feka. Die Elfjährige rannte um ihr Leben, als sie sich mit ihren Geschwistern im Wald versteckte. Sie hatten gehört, dass auch in ihrem Dorf serbische Einheiten die albanischen Muslime töten wollten. Fatmire Feka verlor im Trubel ihren Bruder und ihre Schwester, deren Verbleib bis heute ungeklärt ist. Und sie begann, die Serben zu hassen.

Das änderte sich, als sie in einem Flüchtlingslager einen Mitarbeiter der christlichen Hilfsorganisation World Vision kennenlernte. Feka war erst zwölf, als sie mit seiner Unterstützung die Kids Clubs for Peace gründete. Kinder und Jugendliche aller ethnischen Gruppen trafen sich, um zu reden, einander zuzuhören, zu singen – und so langsam Vertrauen aufzubauen. Von vielen Erwachsenen wurden sie dafür misstrauisch beäugt. Fatmires Mutter ohrfeigte die Tochter sogar einmal, weil sie öffentlich für den Frieden eintrat. Auch der innere Prozess der Vergebung war schwierig für die junge Muslima. Über Vergebung zu reden sei leichter, als sie zu praktizieren. Doch irgendwann spürte sie, wie befreiend es sein kann, den Hass zu begraben.

Im Kosovo gibt es mittlerweile mehr als vierzig Kinder-Friedensgruppen. Fatmire Feka war eine der eintausend Frauen, die im Jahr 2005 gemeinsam als Kollektiv für den Friedensnobelpreis nominiert wurden (Projekt »1000 FriedensFrauen«). Heute reist sie als Friedensaktivistin um die Welt und fordert: »Hört den Kindern zu!« Als Beraterin für die Organisation Young Peacebuilders unterstützt sie Kinder und Jugendliche dabei, sich in Friedensprozesse einzubringen. Und verlangt von den Erwachsenen, junge Menschen nicht länger zu ignorieren, wenn es um Versöhnung geht. »Die Kinder von heute sind die Politiker von morgen. Und sie haben etwas zum Frieden beizutragen!«Elisa Rheinheimer-Chabbi

Cornelia Brinkmann

Für Cornelia Brinkmann kam alles ganz anders, als gedacht. In Afghanistan war sie zum ersten Mal im Februar 2004. Als sie auf dem kleinen Flughafen »mit der

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