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Drogen, Gier und Geisterglaube

von Birgit Roschy vom 05.04.2019
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Kino. Kolumbien im Jahre 1968: Rapayet verliebt sich in die schöne Zaida. Um das hohe Brautgeld aufzubringen, bricht er mit der Tradition und macht Geschäfte mit den »Aljunas«, wie europäischstämmige Einwanderer von den kolumbianischen Indigenen genannt werden. Er begegnet einem fröhlichen amerikanischen Hippiepaar, das Marihuana kaufen will, und überredet einen Cousin, der Hanf anbaut, zu einer Lieferung. Das Unternehmen vergrößert sich von zwei Eseln über eine Karawane bis zu Autokolonnen mit waffenstarrenden Leibwächtern. Mit dem Reichtum halten Gier und Gewalt Einzug in die Welt der indigenen Clans. So entfesselt der stets auf Ausgleich bedachte Rapayet eine Dynamik, die in ihrer Unausweichlichkeit an eine Shakespeare-Tragödie erinnert. Das Familienepos schildert die Entstehung der kolumbianischen Drogenkartelle aus faszinierend ethnografischer Perspektive.

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