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Mexiko: Millionen Menschen unter Wasser

Aber nicht der Klimawandel ist schuld, sondern die korrupte Politik, die nur ans Geld denkt
von Julia Bultmann vom 11.04.2008
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Korruption ist ein Grund dafür, dass es vielen Menschen in Mexiko so schlecht geht und die Kluft zwischen Arm und Reich groß ist. Aktuelles Beispiel ist die Überschwemmung des Bundesstaates Tabasco im Oktober 2007. Einige der Ursachen liegen weit in der Vergangenheit: In den 1980er-Jahren wurden aus politischen Interessen der Weltbank und der Ölindustrie 92 Prozent des Regenwaldes in Tabasco für intensive Viehwirtschaft gerodet. Der nun fragile Tropenboden, der 27 Millionen Jahre für seine Entwicklung gebraucht hat, wurde innerhalb von nur drei Jahren weggeschwemmt. Das Resultat: Der erodierte Boden kann das Wasser nicht mehr aufnehmen, die Wassermassen sammeln sich an. Die Hauptursache für die Katastrophe jedoch ist das große Problem Mexikos: Korruption. Das ganze Desaster hat seinen Ursprung in der Präsidentenwahl 2006. Präsident Calderon wurde bei seiner Wahlkampagne von der Hochfinanz unterstützt. Der »Kompromiss« bestand darin, nach erfolgreichem Wahlkampf den hiesigen Elektrizitätsunternehmen Comisión Federal de Electricidad (CFE) wie Peñitas, Chicoasen, Malpaso oder La Angostura zu einer Privatisierung der Elektrizität zu verhelfen, damit die Einwohner den Strom von den privaten Unternehmen teuer kaufen müssen. Und der ist hier so teuer wie in kaum einem anderen Land.

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