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Wirkung ohne Ursache oder wie oder was?

von Gisela Haberer vom 07.04.2000
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Gisela Preuschoff
Wenn Kinder die Wut packt
Wie Eltern verstehen und helfen können. Herder. 160 Seiten. 28,? DM

Ein echtes »How-to-do-Handbuch« nach amerikanischer Tradition. Die Therapeutin gibt praktische Tipps, wie man Wut loswerden kann: von den Duftgläsern bis zur Entspannungsmusik, vom Waldspaziergang bis zur Wutecke. Bei so vielen Rezepten zum Umgang, zur Umlenkung und zum Abbau von Wut kann man als Leser allerdings schon mal selbst wütend werden. Vor allem, weil der Untertitel eine Verständnishilfe verspricht, die Rezepte aber verschrieben werden, bevor auf die Gründe von Wut eingegangen wird. Verdammt noch mal, Wut haben wir doch, weil wir beachtet werden wollen. Das weiß die Therapeutin. Klar. Darum wird auf den letzten sechzig Seiten endlich das häufiger erwähnt, worauf die meisten der ersten hundert Seiten warten lassen: mögliche Gründe und Entstehung von Wut vom Säuglingsalter bis zur Pubertät - natürlich mit Vorschlägen zum Umgang. Dass thematisch erst die Eltern im Mittelpunkt stehen, wird erklärt: »Wenn Erwachsene anfangen, über aggressive, ?asoziale? Kinder zu klagen, dann ist es an der Zeit, etwas zu tun. In erster Linie bei sich selbst.« In Ordnung, das Huhn legt das Ei. Doch warum legt die Familientherapeutin so viel Gewicht auf Besänftigung und so wenig auf die Entstehung von Wut? Woher diese Diskrepanz zwischen Inhalt und Verpackung? Klappte die Absprache zwischen Autorin und Verlag nicht? Und noch eine störende Kleinigkeit: Warum zitiert Preuschoff zwar äußerst sauber mit Namen, nur häufig ohne weitere Angaben zur Person? Die einfache Leserin fühlt sich ausgeschlossen, in ihrem Wissensdurst nicht beachtet und wird - wütend. Aber kein Problem, dafür gibt es ja Tipps.

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