Kein falscher Respekt vor Bonzen und Banken
In der Sorge um die Demokratie kommt den Bürgern aus den neuen Bundesländern eine besondere Verantwortung zu. Denn viele DDR-Bürger (und nicht nur Christen!) gingen mit ihren ganz eigenen Hoffnungen in die Wende: Sie hatten ein Idealbild von Demokratie vor Augen. Sie rechneten mit einer neuen Freiheit, die ihnen erlaubte, nicht nur alles zu sagen und alles zu denken, sondern vor allem mitzudenken und mitzuverantworten! Ein Parlament mit Rede- und Gedankenfreiheit, das noch dazu in wirklich freien Wahlen entsteht, schien ihnen ein Garant zu sein für Gerechtigkeit, sozialen Ausgleich und Schutz vor jeglicher Ausbeutung, wie sie sie vorher 44 Jahre lang kennen gelernt hatten. Das System eines »Rechtsstaates« würde zudem die Angst nehmen, mit Polizei und Gerichten in Berührung zu kommen. Leistung würde sachgerecht beurteilt und einziges Kriterium werden für wirtschaftlichen und politischen Aufstieg. Und so weiter!
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