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Fettere Schokolade - weniger Geld für Afrika

Die Europäische Union zieht eine negative Bilanz ihrer Entwicklungspolitik - und baut die Hilfe weiter ab
von Astrid Prange vom 07.04.2000
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Bis zur letzten Minute kämpften die Entwicklungsländer gegen die »totalitäre Doktrin des Welthandels«. Didier Ratsiraka, Präsident von Madagaskar und Sprecher der 48 afrikanischen AKP-Staaten, bemühte für seine Kritik am freien Welthandel sogar den französischen Theologen und Philosophen Dominique Lacordaire: »Zwischen den Starken und den Schwachen macht das Gesetz frei und die Freiheit unterdrückt.« Doch der Widerstand war vergeblich. Die sogenannten AKP-Staaten, zumeist ehemalige Kolonien von Ländern der Europäischen Union, verlieren langfristig ihren privilegierten Zugang zum europäischen Markt - und werden damit den anderen Habenichtsen der Welt gleichgestellt. Außerdem wird die Vergabe der umgerechnet knapp 30 Milliarden Mark EU-Entwicklungshilfe für die kommenden fünf Jahre an die Einhaltung von Menschenrechten und das Prinzip der verantwortungsvollen Regierungsführung (good governance) gekoppelt. Das sind die Ergebnisse der Verhandlungen über ein neues Lomé-Abkommen zwischen der EU und den AKP-Staaten, das im Mai unterzeichnet wird.

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