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Dieser Artikel stammt aus
Publik-Forum, Heft 6/2016
Der neue Mensch
Jens Reich über Fluch und Segen der Gen-Medizin
Der Inhalt:

Helfen statt wegwerfen

Das Kölner Unternehmen »Innatura« vermittelt Sachspenden für soziale Zwecke

Wegen falscher Etiketten, Überproduk tion, Auslaufmodellen oder Fehlabfüllungen – immer wieder landet fabrikneue Ware im Müll. Das muss nicht sein. Seit drei Jahren vermittelt die gemeinnützige Firma Innatura aus Köln Sachspenden an soziale Organisationen. Das Prinzip ist einfach: Unternehmen aus Industrie und Handel spenden ihre unverkäuflichen Produkte an Innatura, die Firma bietet die Neuware über ihre Online-Plattform registrierten Abnehmern an. Dafür kassiert Innatura Vermittlungsgebühr, die weit unter dem Marktwert der vergebenen Waren liegt. Auf diese Weise können Einrichtungen der Jugend-, Flüchtlings- oder Obdachlosenhilfe, Altenheime oder Kindergärten Geld sparen. Gleichzeitig wird Müll vermieden, was ebenfalls der Umwelt zugutekommt.

»In Deutschland werden Konsumgüter im Wert von rund sieben Milliarden Euro aus den verschiedensten Gründen vernichtet«, sagt Innatura-Geschäftsführerin Juliane Kronen. »Davon wäre vieles weitervermittelbar, weil die Qualität einwandfrei ist.« Den Anstoß zu ihrer Unternehmensgründung gaben 200 000 Flaschen Shampoo, die zwar falsch etikettiert, ansonsten aber hundertprozentig in Ordnung waren. »Ein Kollege fragte mich, ob ich einen Abnehmer hätte«, berichtet Kronen. Trotz ihres breiten Netzwerks fand sie keine Organisation, die die Masse von achtzig Tonnen Shampoo abnehmen konnte. 2011 gründete sie Innatura, um dem Wahnsinn der Vergeudung ein Ende zu bereiten, 2013 begann das eigentliche Geschäft.

Dreißig Monate später zieht die gemeinnützige GmbH Bilanz: Shampoos, Putzmittel, Babywindeln, Kinderwagen, Schlafsäcke, Schreibtischstühle oder auch Sonnenbrillen im Wert von 4,5 Millionen Euro hat Innatura an mehr als 2000 soziale Org